Vom Wirtshaus ins Bundeshaus

«Ich bin in derselben ‹Bude› wie Sie tätig, Herr Bundesrat», antwortete der Autor seinerzeit dem mit Überraschung reagierenden Dölf Ogi, der gerade mit seinem nicht weniger bekannten Kollegen Kaspar Villiger im Diemtigtal eine Mountainbiketour unternahm. Letzterer meinte: «Wenn wir uns wieder mal begegnen sollten, so machen Sie sich bitte bemerkbar, damit wir uns einen kleinen gemeinsamen Schwatz leisten können.»

Wenn hohe Politiker dem bodenständigen Mann aus dem Berner Oberland begegnen, dann fallen selbst bei diesen die Schranken der üblichen Zurückhaltung. 
Wampfler ist liebenswürdig direkt: «Wenn Sie, Herr Bundesrat Blocher, wirklich erstklassige Produkte wollen, dann müssen Sie unbedingt hier bei uns am Diemtigtaler Stand einkaufen!» 
Selbst dieser hohe Würdenträger konnte so einer Aufforderung nicht widerstehen. Das Leben des Autors verlief dennoch nicht immer so amüsant, wie es den Anschein machen könnte …


Leseprobe aus ‚Vom Wirtshaus ins Bundeshaus' von Jakob Wampfler

Wir betraten eine alternative Spelunke, in der noch viele andere Gleichgesinnte anwesend waren. Meine Kollegen bestellten allesamt ein Bier oder genehmigten sich eine Flasche Wein. Da konnte und wollte ich natürlich nicht mehr zurückstehen. Wegen eines einzigen Glases Bier wird ja wohl nicht die ganze Welt untergehen! Und überhaupt: Ich hatte meine Sucht nun ja schon seit langer Zeit im Griff! - So jedenfalls dachte ich.
Aus dem einen Glas Bier wurde schließlich ein zweites, dann ein drittes, ein viertes, und letztlich waren es alles in allem gesehen fast drei Liter Bier, die ich an diesem Abend in mich hineingeschüttet hatte. Egal, ob ich es wahrhaben wollte oder nicht: Ich war nun ein Rückfälliger geworden.
Nach diesem einen Vollrausch blieb ich zwar wieder längere Zeit trocken. Als es dann aber Zeit wurde, mir im Anschluss an meine Ausbildung eine neue Arbeitsstelle zu suchen, da passierten eine ganze Anzahl weiterer solcher Abstürze. Sämtliche Bewerbungen, die ich schrieb, endeten mit Absagen. Ich verkraftete dies nicht mehr und nahm mir deshalb das Recht heraus, mich erneut etliche Male zu betrinken. Damit strafte ich aber nicht die anderen, sondern mich selber. Einmal mehr hatte mich der Geist der Lüge und des Selbstbetrugs eingeholt.
 

Mehr Informationen
ISBN 978-3-907104-15-6
Verlag UHN
Form Paperback
Seitenzahl 144
Format 13.5 x 20.5 cm
Erscheinung 2005 (Erstauflage)
19,80 CHF
Zzgl. Versand
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Beschreibung

Geboren 1960 im schönen Diemtigtal Berner Oberland. Bereits im Schulalter ein massiver Kontakt mit Alkohol wegen Minderwertigkeitsgefühlen. Nach Schulaustritt folgen weitere massive Schwierigkeiten mit Berufswahl, abgebrochene Handelsschule, ärztliche Behandlung.


Langsamer massiver Absturz

Umsomehr werden Alkohol, Haschisch und später noch Tabletten meine Tröster. Schnell bin ich schwerstsüchtig und alles geht kaputt, Körper. Herz, Seele, Gedanken. Nach einem Suizidversuch lande ich im Spital Thun. Laut Aerzten sind bereits 5 innere Organe vom Alkohol geschädigt. Es folgen weitere Jahre im Dreck und Elend, aber meine wunderbare Mutter zuhause betet unaufhörlich


Erste Wende

Bei einem weiteren Suizidversuch mit einem massiven Giftcoctail erscheint mir Jesus Christus, stellt mir drei Fragen und verspricht mir noch eine Chance. Nach einer Woche im Koma lande ich in einer weiteren Psychi für ein Jahr. April 1980 bei einem christlichen Kongress gehe ich freiwillig dorthin, höre von der massiven Liebe Jesu, der Vergebung aller Fehler im Leben, dass neues Leben möglich ist durch den Tod von Jesus am Kreuz. Dies nehme ich von Herzen für mich in Anspruch und beginne ein neues Leben, beginne zu beten die Bibel zu lesen Jesu Liebe zu erfahren, mein Körper beginnt sich etwas zu erholen.

Ungehorsam, Arroganz

Bald werde ich aber hochmütig, mache faule Kompromisse und versuche sogar mit Jesus unsaubere Deals zu drehen, furchtbar, so kommen wieder Rückfalle immer stärker, immer mehr..

 

Raus

Trotz meiner hervorragenden Arbeitsstelle im Regierungsgebäude in Bern soff und kiffte ich massiv weiter. August 1999 will man mich logischerweise rausschmeissen, aber einer der höchsten Regierungsbeamten setzt sich massiv für mich ein und gibt mir nochmals eine Chance-unglaublich. An diesem Nachmittag völlig absolut am Boden zerstört, in Tränen aufgelöst, nur noch um Vergebung jaulend, obwohl ich keine Chance mehr verdient hätte, WERDE ICH FREI, absolut frei.

 

Echte neues Leben für Dich und mich

Ab jetz beginnt das neue Leben zu blühen, weil ich endlich völlig neu geboren bin in Jesus, weil ER mein Leben bestimmt, ich erlebe die absolut nicht beschreibbare Dimension dass völlige Abhängigkeit von Jesus  in die völlige Freiheit führt. ER der grösste Arzt über Himmel und Erde stellt mich völlig wieder her.

 

Alles wird neu

Jesus Christus heilt meinen Körper, alle meine Organe werden völlig gesund, die Gedankenwelt mein Charakter, alles beginnt sich zu verändern. 2002 darf ich meine wunderbare Frau Sophie heiraten, ein unbeschreiblicher Tag. So erelbe ich in krassester Form und jeden Tag neu, dass bei Jesus Christus gar nichts unmöglich ist, dass er alle, absolut alle Menschen bedingungslos liebt, dass er jedem Chancen gibt, dass er jedem helfen will, dass er unbedingt will, dass wir echtes Leben kennenlernen und nicht verloren gehen. Das wünsche ich auch aus tiefstem Herzen Dir persönlich.

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