Beziehungs-Utopien

Verteidigung der Erotik als Ideal emotionaler Liebesvielfalt

Der besitzorientierten Treue-Norm der monogamen Ehe wird die Erotik als ein Liebeskonzept entgegengesetzt, das den Dreiklang von Sinnlichkeit, Seelenverwandtschaft und Empathie in sich vereint. Das eröffnet intraindividuell Schwerpunktverschiebungen im Lebenslauf und interindividuell die Möglichkeit einer eifersuchtsfreien Beziehungsvielfalt.
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ISBN 978-3-534-40796-5
Verlag wbg Academic in Herder
Form Hardcover
Seitenzahl 224
Erscheinung 30.08.2023
Sprache Deutsch
Verfügbarkeit Vorübergehend nicht verfügbar
32,50 CHF
Zzgl. Versand

Beschreibung

Am traditionellen, monogamen Ehe-Modell wird immer wieder kritisiert, dass die Norm der sexuellen Treue auf einer Besitzhaltung basiere, die gegenüber Personen sowohl unrealistisch als auch unethisch sei. Zudem werde dadurch die Individualität jeder Beziehung mutwillig mit sexueller Ausschließlichkeit verwechselt. Norbert Groeben plädiert für ein alternatives Liebeskonzept: Die Erotik vereint den Dreiklang von Sinnlichkeit, Seelenverwandtschaft und Empathie. Damit kann ein graduelles Liebesverständnis ohne Ausschließlichkeitsforderung – also Monogamie – verbunden sein, das intraindividuelle Schwerpunktverschiebungen im Lebenslauf zulässt, zum Beispiel im Alter zu mehr Erinnerung und Fürsorge. Vor allem aber folgt daraus interindividuell ein eifersuchtsfreies Modell der potenziellen Vielfalt von parallelen Beziehungen mit je spezifischen, unterschiedlichen Intensitäten und inhaltlichen Schwerpunktsetzungen. Für diese Vielfalt bieten die Biographien prominenter historischer Liebespaare bereits überzeugende Beispiele.

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